Periode im Sommer — grundsätzlich braucht das eigentlich keiner. Gerade dann, wenn du im Bikini am Strand liegen, im Freibad rumhüpfen oder einfach nur in deinem Crop-Top durch die Stadt laufen willst. Aber: Die Periode gehört zu deinem weiblichen Zyklus. Sie gehört zu deiner Gesundheit. Und sie ist gut und wichtig — auch im Sommer.
Verändert sich der Zyklus im Sommer?
Grundsätzlich bleibt dein Zyklus gleich: Menstruation → Follikelphase → Eisprung → Lutealphase → Menstruation. Die hormonellen Abläufe an sich ändern sich nicht. Aber Studien zeigen, dass äußere Faktoren durchaus einen Einfluss haben können.
Hitze kann die Zykluslänge beeinflussen und PMS-Symptome verstärken.
Längere Tage im Sommer können den Hormonhaushalt minimal beeinflussen.
Urlaub, Reisen, Sommeraktivitäten — auch das wirkt sich auf den Zyklus aus.
Die Zykluslänge kann sich verändern — manche Frauen berichten, dass ihr Zyklus im Sommer etwas kürzer oder länger ist als im Winter. Auch PMS-Symptome können sich anders anfühlen.
PMS im Sommer — warum es schlimmer sein kann
Durch die Hitze hat dein Kreislauf ohnehin schon genug zu tun — er muss den Körper kühlen, die Gefäße erweitern sich, der Blutdruck kann sinken. Wenn dann noch die Lutealphase dazukommt, kann das unangenehm werden. PMS-Symptome wie Wassereinlagerungen, Müdigkeit und ein aufgeblähter Bauch können im Sommer stärker ausgeprägt sein.
„Im Sommer mit PMS-Bäuchlein und Foodbaby im Crop-Top rumlaufen — nicht gerade mein Lieblingsgefühl. Aber hey, wir müssen alle durch. Und es gibt Tricks."
— Verena RoscherHygieneartikel im Sommer — was funktioniert?
Strand, Freibad, Schwimmbad — im Sommer willst du dich frei bewegen können, ohne ständig daran denken zu müssen. Hier ein Überblick über die gängigsten Optionen:
Der Klassiker. Funktioniert gut beim Schwimmen und ist diskret.
Super für zu Hause, vor allem gegen Ende der Periode oder als Backup.
Badeanzüge und Bikinis mit integriertem Periodenschutz — die Idee klingt gut.
Umweltfreundlich, wiederverwendbar, hält länger als Tampons.
Bei Hitze und Wasserkontakt steigt das Risiko für bakterielle Infektionen. Tampons nie länger als 4 Stunden tragen — im Sommer lieber noch kürzer. Zwei, drei Mal öfter wechseln ist besser, als sich etwas einzufangen.
Zyklusveränderungen — ist das normal?
Simone hatte jahrelang einen Zyklus zwischen 28 und 31 Tagen — wie ein Uhrwerk. Bei 31 Tagen kam immer kurz die Panik: „Kommen sie noch?" Mittlerweile liegt ihr Zyklus konstant bei 27–28 Tagen. Mit 46 Jahren.
Ist das schon die Perimenopause? Möglich. Leichte Zyklusveränderungen sind in den Jahren vor der Menopause normal. Der Körper verändert sich — und das ist okay.
Das Wichtigste
Periode im Sommer ist nervig — aber sie gehört dazu. Dein Zyklus kann sich durch Hitze, Licht und Stresslevel leicht verändern. PMS-Symptome können stärker sein. Aber: Du kennst deinen Körper am besten. Probiere aus, welche Hygieneartikel für dich funktionieren. Achte im Sommer besonders auf Hygiene bei Tampons. Und gönn dir die Pausen, die du brauchst — auch wenn gerade Hochsommer ist.
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Periode im Sommer — nervig, aber wichtig. Tipps für Strand, Freibad und heiße Tage.